Diskussion über generelles Verbot der Prostitution

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    • Diskussion über generelles Verbot der Prostitution

      Nachdem man gesehen hat,daß das Prostituiertenschutzgesetz nicht wirklich die in der Prostitution tätigen Frauen wirksam vor Gewalt und Ausbeutung schützen kann,fordern einige ein komplettes Verbot dieses legalen Dienstleistungsgewerbes.
      Sie streben Verhältnisse an,wie sie in Schweden existieren.


      Terre des Femmes fordert Verbot der Prostitution:
      Nachdem man gesehen hat,daß das Prostituiertenschutzgesetz nicht wirklich die in der Prostitution tätigen Frauen wirksam vor Gewalt und Ausbeutung schützen kann,fordern einige ein komplettes Verbot dieses legalen Dienstleistungsgewerbes.
      Sie streben Verhältnisse an,wie sie in Schweden existieren.


      Terre des Femmes fordert Verbot der Prostitution:
      www1.wdr.de/nachrichten/ruhrge…waltigung-verbot-100.html


      Ein komplettes Berufsverbot käme meiner Meinung nach einer Bankrotterklärung des Staates gleich.
      Probleme,die im Gewerbe existieren müssen angegangen und möglichst gelöst werden.
      Sie sollen gelöst werden und nicht in den Untergrund verschoben und somit verdrängt werden.
      Außerdem kann man Prostitution nicht gänzlich verbieten. Das Gewerbe findet dann illegal im Untergrund statt,wo man es viel schlechter kontrollieren kann.
      Die frauen sind dann für Hilfsorganisationen wie z.B. die Beratungsstellen kaum noch zu erreichen.
      Neiner Ansicht sollte man viel mehr auf diese Hilfsorganisationen hören. Sie sind nämlich näher an dem Gewerbe drann,als die Politiker.

      Die Fachwelt warnt vor einem Sexkaufverbot:
      aidshilfe.de/meldung/fachwelt-…xvTucLvjmhSsZxvNhvBEohv2A
    • Hallo Rasputin,

      deine Ausführungen kann ich Wort für Wort unterschreiben.

      Ich habe zu mehreren Damen, die ich durch Prostitution kennengelernt habe ein recht freundschaftliches Verhältnis, das sich auch durchaus über ihre Dienstleistung hinaus erstreckt; von diesen habe ich ziemlich übereinstimmend gehört, dass sie sich freiwillig für die Prostitution entschieden haben - natürlich nicht, weil es ihr Hobby wäre, mit fremden Männern Sex zu haben, sondern weil sie Geld verdienen müssen, um klar zu kommen.

      Aber genau das ist der Punkt: die meisten von uns würden sicherlich nicht an fünf Tagen der Woche einer bestimmten Tätigkeit nachgehen, wenn sie das Geld nicht bräuchten - Prostitution ist für diese Damen also ein Job, in unserer Gesellschaft sicherlich ein "besonderer" Job, aber trotzdem ein Job.

      Natürlich gibt es gerade in diesem Gewerbe ein Problem mit Menschenhandel und Zwang, das bekämpft werden muss, aber in der Illegalität wird das Bekämpfen dieses Problems fast unmöglich, so schwierig es auch jetzt schon ist, sind dann die letzten Möglichkeiten auch weg.

      Fast alle Fachleute, die in der Beratung der Sexarbeiterinnen tätig sind, haben schon vor Einführung des Prostituiertenschutzgesetzes vor dessen Folgen gewarnt und sind auch heute noch der Meinung, dass das vieles verschlimmert hat. Diese Meinung teilen ja mittlerweile auch einige Politiker.

      Aber lernen diese daraus und hören zukünftig auf die Fachleute...? Natürlich nicht, sonst wäre ein Verbot gar nicht in der Diskussion.

      Recht treffend fasst das meiner Meinung nach die Beraterin der Fachstelle gegen Frauenhandel zusammen:

      Aidshilfe schrieb:

      Zweifelsohne müssen Betroffene von Menschenhandel, Ausbeutung und Gewalt besser geschützt werden. Nötig sind zum Beispiel umfassende Schutzrechte unabhängig von Aufenthaltsfragen, ein Zeugnisverweigerungsrecht für Beratende und flächendeckende Verfügbarkeit von Fachberatungsstellen.
      Das wären Maßnahmen, die in ein echtes Prostituiertenschutzgesetz gehören, nicht das, was gemacht wurde und erst recht kein generelles Verbot.

      Gruß BJ

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von BJ_Lover ()